RESSORTS.
Sechs Themenfelder. Von Bordsteinkante bis Hinterhof-Tor.
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Straße
Das Ressort, in dem wir die Stadt auf Bodenniveau lesen. Was sagen die Plakatwände am Bahnhof Friedrichstraße über die kulturelle Saison? Wie sortiert die Stadt ihre Mülltonnen, ihre Lieferzonen, ihre Pollerzäune? Was machen die Pfandsammler:innen am Frankfurter Tor wirklich für eine Schicht? Wir gehen mit Notizbuch durch die Bezirke und schreiben das auf, was unter Augenhöhe passiert — von der Stadtmöblierung bis zur Plakatkultur.
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Hinterhof
Berlin verbirgt seine Substanz in zweiten und dritten Hinterhöfen. Hier sitzt der Goldschmied, der Reparatur-Werkstatt-Inhaber, die kleine Buchbinderei, das Tonstudio im ehemaligen Pferdestall, die Galerie zwischen zwei Lagerhallen. Dieses Ressort öffnet Hinterhof-Tore und beschreibt, was dahinter passiert — vom 1. Hof an der Straße bis zum 4. Hof unter den Linden.
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Tisch
Der Späti ist eine Berliner Institution, die Eckkneipe ein zweite. Dieses Ressort schreibt über die niederschwellige Berliner Esskultur — Currywurst-Buden am S-Bahnhof, türkischen Bäcker mit drei Hockern am Fenster, Currywurst-Variationen jenseits der Touristenhotspots, Spätis als Vier-Uhr-Morgens-Trostspender, Eckkneipen als Sozialstruktur. Konkret, ohne Foodblogger-Lyrik.
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Markt
Berlins Märkte sind ein eigenes Universum: Wochenmarkt Boxhagener Platz mit hohem Bio-Anteil, Türkenmarkt am Maybachufer mit anderer Logik, Flohmarkt Mauerpark als Touristenzirkus und Trödel auf dem Arkonaplatz für Insider:innen. Dieses Ressort beschreibt das Marktwesen als urbane Praxis — wer verkauft, wer kauft, was an einem Sonntagvormittag tatsächlich auf dem Tisch liegt.
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Nacht
Berlin ist eine Stadt mit eigener Nachtgeographie. Dieses Ressort schreibt über die Nacht als urbane Zeit: Clubs (jenseits der bekannten drei oder vier), kleine Bars in Hinterhöfen, die N-Bus-Linien als soziale Maschine, das Hellwerden am Hauptbahnhof um 5 Uhr früh, die immer wiederkehrende Sperrstunden-Debatte. Reportage mit Wachhalten, nicht mit Nachtschwärmer-Romantik.
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Bibliothek
Das lange Ressort. Hier nehmen wir uns Zeit für Essays mit historischer Tiefe: die Berliner Wohnungsfrage seit 1900, Walter Benjamins Berliner Kindheit als Stadtlektüre, die Geschichte der Berliner Eckkneipe von 1880 bis heute, die Brachen der 1990er als Generationserlebnis, Berlin in der Gegenwartsliteratur von Tellkamp bis Schoch. Recherche mit Belegen, ruhig erzählt.
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